Kapitel 12: Teilung der Arbeit und Manufaktur

Ursprungsweise der Manufaktur (Herausbildung aus dem Handwerk)

a) Kombination verschiedenartiger, selbstständiger Handwerker
b) Kooperation gleichartiger Handwerk

Produktionsmechannismus, dessen Organe Menschen sind (354)

Resultat: Detailarbeiter (Verwandlung der Teilarbeit in den Lebensberuf des Arbeiters).
Der Produktivitätsfortschritt des Gesamtarbeiters geht notwendig zu Lasten der Individualität der Arbeitenden.

Disziplin wird durch die wechselseitige Abhängigkeit der Teilarbeit erzwungen.

Die „Entleerung“ der Arbeit ist ein Angriff auf den Wert der Arbeitskraft.

→ noch nicht: Maschinerie (13. Kapitel)
Die spezifische Maschinerie der Manufakturperiode bleibt der aus vielen Teiloperationen kombinierte Gesamtarbeiter selbst. (369)

Einseitigkeit des Teilarbeiters Vollkommenheit des Gesamtarbeiters

Teilung der Arbeit in der Manufaktur (planvolle Subsumtion der Teilarbeiten unter den Gesamtmechanismus)

vs.

Teilung der Arbeit in der Gesellschaft (Geschäftserfolg, Konkurrenz → Zufall!)

Die Konkurrenz der voneinander unabhängigen Privatproduzenten erzwingt die Korrektur der Verteilung der Arbeit auf die verschiedenen Produktionszweige immer erst ex post.

*Planung, die im Inneren des Betriebes zur Perfektion getrieben wird, soll in der Gesellschaft ganz gefährlich sein.*

„Anarchie“ der gesellschaftlichen Arbeitsteilung
vs.
Despotie der manufakturellen Arbeitsteilung

kapitalistischer Charakter der Manufakturellen:
→ wachsendes Kapitalminimum

neue Form der der Abhängigkeit der Arbeiter vom Kapital:
→ sie können ihre Arbeitskraft nur noch unter dem Kommando des Kapitals verausgaben.

→ das technische, organisatorische Wissen (das die arbeitsteilige Arbeitsorganisation als Ganze bestimmt) existiert als Funktion des Kapitals, getrennt von den Arbeitern.

Die Erweiterung des Wissens bezüglich des Betriebsganzen korrespondiert sein Verschwinden auf seiten des Teilarbeiters, der zur Unselbstständigekeit verkrüppelt wird.