11. Kapitel. Kooperation

Kapitalistische Produktionsweise ist erst möglich, wenn eine große Anzahl Arbeiter an der Produktion eines Produktes beteiligt sind.

Wenn viele Lohnarbeiter an ein und dem selben Produktionsprozess beteiligt sind und die Arbeitsschritte aufgeteilt sind, dann nennt man das Kooperation.
Ökonomie des konstanten Kapitals:
1. Waren können verbilligt werden (S. 344).
2. konstantes Kapital wird gesenkt im Vergleich zu einem gegebenen Mehrwert 3. Band (S. 344).

Kooperation hat viele Vorteile:
1. Durch „Konkurrenz“ wird der einzelne produktiver (S. 345).
2. unerwünschte Unterbrechungen fallen weg bedingt durch einen stetigen Arbeitsablauf.
3. Bei komplexer Arbeit wird durch spezialisierte Arbeiter die Arbeitszeit verkürzt (S. 347).
4. Bei Arbeiten die einen festen Zeitrahmen haben wird „Die Kürze der Arbeitsfrist […] kompensiert durch die Größe der Arbeitsmasse, die im entscheidenden Augenblick auf das Produktionsfeld geworfen wird“ (S. 347).

Der Umfang der Kooperation hängt ab von der Größe des Kapitals, da ein Kapitalist zum einen nur so viel Arbeiter beschäftigen kann wie er auch in der Lage ist zu bezahlen und zum anderen muss er auch über ausreichendes konstantes Kapital verfügen, um hinreichend viele Rohstoffe kaufen zu können (S. 349).

„Konzentration größrer Massen von Produktionsmitteln in der Hand einzelner Kapitalisten ist also materielle Bedingung für die Kooperation von Lohnarbeitern, und der Umfang der Kooperation, […] hängt ab vom Umfang dieser Konzentration.“ (S. 349)

Kooperation setzt Planung und die Überwachung der Arbeitsprozesse durch den Kapitalisten aus zwei Gründen voraus:
1. Unmut und Widerstand der ausgebeuteten Arbeiter, da Widerstand wächst wo viele Arbeiter zusammen kommen.
2. Mit zunehmender Menge des Rohmaterials wird Kontrolle über den sachgemäßen Umgang unumgänglich Diese Tätigkeiten muss er jedoch auch nicht selber übernehmen, sondern kann sie an „industrielle Oberoffiziere“ abgeben (S 350-351).

Der Arbeiter hat die Möglichkeit zu bestimmen, welchem Kapitalisten er seine Arbeitskraft verkauft – was dieser dann damit macht, darauf hat er jedoch keinen Einfluss mehr (S. 352).

Die Produktivkraftsteigerung, die durch Kooperation entsteht, wird nicht separat vergütet, sie erscheint daher als eine Leistung des Kapitals, sie kann jedoch immer, sprich auch in anderen Gesellschaftsformen durch Arbeitsteilung erreicht werden (S. 353).

Kooperation ist ein allgemeiner Inhalt, den es vor dem Kapitalismus gab und auch hinterher geben kann, allein die Form in der sie erscheint ist unterschiedlich (S. 354).

Die Kooperation bildet den Ausgangspunkt kapitalistischer Produktion.